Renaturierung des Hasselbachs im Abschnitt zwischen dem Schillerteich und Alt Heßlingen
Die Gruppe von Bündnis 90/Die Grünen/FDP/Volt sowie die Fraktion SPD/Ratsfrau Broedermann beantragen:
Die Verwaltung wird beauftragt, zu prüfen, inwieweit eine -zumindest teilweise- Freilegung des Hasselbachs im Bereich zwischen Schillerteich und Alt Heßlingen (im Bereich des Studentenwohnheims) möglich ist und welche Kosten für die Stadt, ggf. unter Einbeziehung von staatlichen Fördermitteln, zu erwarten sind.
Begründung
Das Programm „Resiliente Innenstädte“ verfolgt das Ziel, Städte klimafreundlicher und lebenswerter zu gestalten. Ein wesentlicher Aspekt dabei ist die Verbesserung des Stadtklimas, insbesondere vor dem Hintergrund zunehmend heißerer Sommermonate.
Zur Erreichung dieses Ziels tragen unter anderem die vermehrte Begrünung von Flächen sowie die Wiederherstellung und Neuanlage von Wasserflächen bei. In diesem Zusammenhang bietet die Renaturierung des Hasselbachs, der einst durch die Stadt floss, eine sinnvolle und nachhaltige Maßnahme. Insbesondere mit den immer heißer werdenden Sommern entsteht ein weiterer wichtiger Ort, an dem sich die Wolfsburgerinnen und Wolfsburger sowie die hier lebenden Tiere abkühlen und erholen können.
Viele Bachläufe führen in unseren Innenstädten heute ein wahres Schattendasein, da sie im Zuge der Stadtentwicklung verrohrt, abgedeckt und somit aus dem Stadtbild verbannt wurden. Dies gilt auch für den Hasselbach. Dabei wurde gerade an Gewässern seit jeher bevorzugt gesiedelt, denn Wasser stellte ein lebenswichtiges Gut dar.
Viele Kommunen haben dies in der jüngeren Vergangenheit erkannt und innerstädtische Bachläufe erfolgreich wieder freigelegt. Bei diesen Freilegungen und Revitalisierungen innerstädtischer Gewässer sind neben den ökologischen Aspekten auch die historischen, stadtgeschichtlichen und klimarelevanten Bezüge verstärkt berücksichtigt worden. Eine Freilegung könnte somit, neben den positiven Auswirkungen auf das Mikroklima, auch den Hasselbach für die Wolfsburger Bürgerinnen und Bürger wieder zu einem wichtigen Bestandteil des Stadtbildes und der Stadtgeschichte werden lassen.