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Einführung von Pfandringen an ausgewählten Abfallbehältern in Wolfsburg – Pilotprojekt

Die Gruppen Bündnis 90/Die Grünen/FDP/Volt und SPD/Ratsfrau Broedermann beantragen:

Die Verwaltung wird beauftragt, ein zwölfmonatiges Pilotprojekt zur Einführung von Pfandringen an zunächst zwanzig Abfallbehältern im Stadtgebiet umzusetzen. Geeignete Standorte sollen vor allem in stark frequentierten Bereichen wie Innenstadt, Bahnhofsumfeld, Allerpark und Veranstaltungsflächen ausgewählt werden. Nach Ablauf des Projektzeitraums legt die Verwaltung einen Evaluationsbericht mit Ergebnissen und Empfehlungen zur Verstetigung oder Anpassung vor. Es sind Sponsoring- und Spendenpartnerschaften mit lokalen Unternehmen und Stiftungen zu prüfen.

Begründung:

Pfandringe ermöglichen es, Pfandflaschen sichtbar und ohne Griff in den Müll bereitzustellen. Damit wird Menschen, die auf das Sammeln angewiesen sind, ein würdevollerer Zugang eröffnet. Gleichzeitig können Glasbruch und Fehleinwürfe reduziert und Pfandflaschen verlässlich in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt werden. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass beispielsweise neben Abfallbehältern abgestellte Dosen nicht mehr vom Wind verweht oder Glasflaschen zertreten werden, was zu mehr Sauberkeit und Sicherheit im öffentlichen Raum beiträgt.

Mit der bundesweiten Initiative „Pfand gehört daneben“ gibt es zudem eine breite gesellschaftliche Kampagne, die den Gedanken der Wiederverwertung und des respektvollen Umgangs mit Pfandgut unterstützt und auch in Wolfsburg aufgegriffen werden sollte.

In Städten wie Bamberg, Köln oder Wasserburg am Inn sind Pfandringe bereits erfolgreich erprobt worden. Erfahrungen zeigen, dass der Nutzen stark von einer sorgfältigen Standortwahl, einer klaren Beschilderung sowie von einem regelmäßigen Reinigungskonzept abhängt. Ein zeitlich begrenzter Pilot in Wolfsburg bietet die Möglichkeit, Akzeptanz, Nutzen und Aufwand realistisch einzuschätzen.