Wolfsburger Weg zur Vision Zero
Die Gruppe von Bündnis 90/Die Grünen/FDP/Volt sowie die Fraktion SPD/Ratsfrau Broedermann beantragen:
Die „Vision Zero“ als weltweite Strategie zur Vermeidung von tödlichen und schweren Unfällen im Straßenverkehr wird zukünftig in Wolfsburg angewendet.
Voraussetzung hierfür ist eine umfassende Analyse der Sicherheit des Straßen-, Rad- und Wegenetzes sowie des Unfallgeschehens unter Berücksichtigung des Gefährdungspotentials und der besonderen Gewichtung der Zahl der verletzten und getöteten.
In einem ersten Schritt erfolgt eine Berichtserstattung basierend auf der aktuellen Unfallstatistik im Ausschuss für Bürgerdienste und Feuerwehr. Diese soll unter anderem in Form einer Karte auf die folgenden Aspekte eingehen:
1. Unfallschwerpunkte in Wolfsburg
2. Besonders gefährdete Bereiche (vulnerable Bereiche)
3. Zonen mit den häufigsten Geschwindigkeitsübertretungen
4. Standorte bereits installierter Blitzersäulen sowie Bereiche, in denen mobile Messgeräte eingesetzt werden können oder regelmäßig verwendet werden.
Im Weiteren entwickelt die Verwaltung eine Strategie die Unfallzahlen zu reduzieren. Diese wird den Ratsgremien zur Beratung vorgelegt und im Rat beschlossen. Eine Wirksamkeitsanalyse der Maßnahmen wird jährlich durchgeführt und in den Ratsgremien beraten.
Begründung
Das Thema der Verkehrssicherheit ist auch für die Stadt Wolfsburg von hoher Wichtigkeit. Um dies beizubehalten, oder sogar zu verbessern, ist eine jährliche Übersicht der oben genannten Statistiken notwendig. Anhand dieser kann entschieden werden, ob es neuen Maßnahmen, wie z.B. Geschwindigkeitskontrollen oder einer Änderung der Höchstgeschwindigkeit, sinnvoll oder gar notwendig sind.
Die Integration der Vision Zero-Strategie (urspr. 1997 vom Schwedischen Parlament beschlossen) bietet einen langfristig ausgerichteten Ansatz, der nicht nur auf die Analyse aktueller Daten setzt, sondern auch auf die Entwicklung und Umsetzung präventiver Maßnahmen abzielt. Sie stellt sicher, dass die Verkehrssicherheitsarbeit systematisch und zielorientiert weiterentwickelt wird, um das Risiko für alle Verkehrsteilnehmer zu minimieren.